Rimpar - Maidbronn - Gramschatz

Gramschatzer Wasserversorgung bleibt in der Hand des Marktes RimparNachdem der Brunnen 1 der Wasserversorgung Gramschatz im Herbst 2010 aufgrund einer bakteriologischen Verunreinigung stillgelegt werden musste, wird die Gramschatzer Wasserversorgung seit dem nur über den Brunnen 2 sicher gestellt. Dieser befindet sich dadurch an seiner Leistungsgrenze und es stand und steht außer Frage, dass aus diesem Grund eine Verbesserung der Situation durch den Anschluss an einen regionalen Wasserversorger oder durch einen neuen Brunnen der Eigenwasserversorgung erforderlich ist.

Seit dem wurden in Zusammenarbeit des Marktes Rimpar mit dem tiefbautechnischen Büro Köhl und dem geophysikalischen Büro GMP – Geotechnik zahlreiche Gespräche mit Fachbehörden geführt, geologisches Kartenmaterial gesichtet, mögliche Versuchsbohrstandorte festgelegt und diese geophysikalisch untersucht.

Als mögliche Bohrstandorte wurden die Versuchsbohrstandorte VB 2 in der Nähe des vorhandenen Brunnen I und als VB 1 ein Standort am Wäldchen festgelegt.

Nachdem die Erfolgsaussichten einer erfolgreichen Brunnenbohrung durch das Fachbüro zunächst als eher schlecht dargestellt wurden, machte sich innerhalb der CSU zunächst die Meinung breit, dem Angebot des regionalen Wasserversorgers „Mühlhausener Gruppe" näher zu treten, um zu entscheiden, welche Vorgehensweise – Eigenwasserversorgung oder Regionale Wasserversorgung – die größere Versorgungssicherheit und welche die wirtschaftlichere Lösung bieten würde.

Unter Berücksichtigung der Versorgungssicherheit, sowie neuerer Aussagen des geophysikalischen Büros GMP zu höheren Erfolgsaussichten einer erfolgreichen Brunnenbohrung, beschloss der Marktgemeinderat im Februar 2014 einstimmig, eine Versuchsbohrung nahe des vorhandenen Brunnen 1 durchführen zu lassen.

Die Investitionskosten für die Sanierung der Eigenwasserversorgung wurden auf rund 2,5 Millionen Euro, die Investitionskosten für den Anschluss an die Mühlhausener Gruppe auf rund 1,2 Millionen Euro festgestellt. Für die Betriebskosten erfolgte eine Vergleichsberechnung über einen Zeitraum von 50 Jahren. Hier wurde festgestellt, dass bei einem Wasserpreis der Mühlhausener Gruppe von 1,50€/m² die Eigenwasserversorgung im Laufe von 50 Jahren ca. 1,2 Millionen Euro günstiger wäre. Investitions- und Betriebskosten zusammen auf 50 Jahre gesehen, stehen somit 4,1 Millionen Euro für die Eigenwasserversorgung rund 4 Millionen Euro für den Anschluss an die Mühlhausener Gruppe gegenüber.

Die Ergebnisse, der im August 2014 durchgeführten Versuchsbohrung wurden dem Marktgemeinderat in einer Sondersitzung am 18. September 2014 durch die Fachbüros vorgestellt. Bei der Bohrung wurde bis in rund 50m Tiefe gebohrt und ein Grundwasservorkommen von ca. 2l/sec. in sehr guter Trinkwasserqualität vorgefunden. Der Nitratwert liegt bei 2,7 mg/l.

Nach eingehender Beratung und Diskussion wurde im September 2014 beschlossen, die Eigenwasserversorgung für Gramschatz beizubehalten, zu sanieren und von der Variante „Anschluss regionaler Versorger" Abstand zu nehmen.