Innenminister Herrmann in RimparBei einem Ortstermin mit dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann, zu dem der Markt Rimpar eingeladen hatte, informierten sich rund 50 Bürger aus Maidbronn und Rimpar über den weiteren Fortschritt der Planungen zur Umgehungsstraße. An hochrangigen Gästen waren außerdem Landtagsvizepräsidentin Barbara Stamm, Landrat Eberhard Nuß, die stellv. Landräte Manfred Ländner und Volkmar Halbleib, MdB Paul Lehrieder und Herr Tietze von der Regierung von Unterfranken gekommen.
Der Markt Rimpar wurde von 1. Bürgermeister Burkard Losert, sowie den Stellvertretern Ulrike Haase und Dirk Wiesner, sowie Geschäftsleiter Michael Amonn vertreten und trotz der Urlaubszeit waren auch weitere 13 Gemeinderäte (Fischer, Weippert und Schmid von der SPD, Knoke und Voll von der IGU, Bedner, Grömling, Keidel, Michel, Samfaß, Stark, Wagenbrenner und Weidner von der CSU) gekommen, um dem Anliegen des Marktes Rimpar Nachdruck zu verleihen.

Bei diesem Ortstermin stellte der 1. Bgm. des Marktes Rimpar, Herr Burkard Losert, die Sichtweise des Marktes Rimpar in Bezug auf die gewünschte Trassenführung des Marktes Rimpar für die West-Trasse der Umgehung dar.

Eine Umgehungsvariante, die Teile des Ortes nicht umgeht, sondern vom restlichen Ort abtrennt, ist für den Markt Rimpar nicht hinnehmbar.

Herr Herrmann führte aus, dass er als Innenminister keine Trasse mit einem Federstrich genehmigen kann, da dies eine Entscheidung der zuständigen Fachbehörden ist. Planungshoheit hat allerdings, nach Zustimmung durch den Kreis, die Gemeinde. Danach ist zu prüfen, ob die eingereichte Variante durch die Regierung planfestgestellt werden kann. Ist dies der Fall und die Trasse genehmigt, wird sie auch entsprechend finanziell gefördert.

Herr Herrmann  und Herr Tietze haben den 1. Bgm. ermutigt, an der vom Markt Rimpar gewünschten Trassenvariante festzuhalten und mit dieser Variante in die Planfeststellung zu gehen.

Herr Nuß, Herr Ländner und Herr Halbleib haben die Trassenführung des Marktes Rimpar ausdrücklich unterstützt.

Die Aussage des Straßenbauamtes, dass für die vom Markt Rimpar favorisierte Trassenvariante wegen der erheblich höheren Kosten keine Fördermittel zu erwarten seien, selbst wenn im Planfeststellungsverfahren hierfür Baurecht gegeben würde, wurde vom Innenminister so nicht bestätigt.

Für die bereits ausgeschöpften Förderprogramme bis ins Jahr 2012 hinein wurde keine spezielle Zusage gemacht, eine allgemeine Ermutigung durch den Innenminister war aber deutlich zu spüren, insbesondere weil die Notwendigkeit einer Umgehung für Rimpar bestätigt wurde und sich der konkrete Fördersatz auch nach der Finanzkraft der Region richtet.

Vom Markt Rimpar wurde ein Antrag an den Landkreis Würzburg auf Einleitung des Planfeststellungsverfahrens gestellt. Im Anschluss daran wurde ein Kreistagsbeschluss herbeigeführt, aus dem hervorgeht, dass das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden soll.

Die weitere Vorgehensweise:

Die Verträge für den Start des Planfeststellungsverfahren werden in den nächsten Tagen von Herrn Nuß und Herrn Losert unterschrieben, eine beschleunigte Erstellung der Planunterlagen mit Kosten bis max. 200.000 Euro in 2008 werden angestrebt.